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11.11.2010 von Arik

Testbericht – Native Instruments KOMPLETE 7 Elements

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KOMPLETE 7 Elements aus dem Hause Native Instruments ist der „kleine“ Bruder der KOMPLETE 7 Serie mit 12GB Sound Library und 4 NI Flaggschiff Instrumenten (Kontakt 4, Kore 2, Guitar Rig 4, Reaktor 5). Arik ist Schüler und ist leidenschaftlicher Produzent. Deshalb hat er KOMPLETE 7 Elements für Unimall getestet und einen Testbericht geschrieben!

Installation, Einbindung und Workflow

Die Installation von KOMPLETE 7 Elements auf dem Mac läuft sehr ruhig und unproblematisch ab.

TIPP: Wer bereits KONTAKT 4.0.1 auf dem Computer installiert hat und keinen Datenmüll erzeugen möchte, sollte trotzdem die Kontakt Selection Libary installieren, da dort die Abbey Road Drums gespeichert sind. Den Rest einfach später löschen!
Außerdem sollte man vorher gucken ob man alle Plugin-Formate braucht, (z.B. für einen Steinberg Cubase Nutzer reicht VST. RTAS und AU sind überflüssig).

Die Einbindung in die DAW erfolgt nahtlos und auch als Standalone funktioniert alles einwandfrei.
Jedes der vier Programme kannst Du gewissermaßen an Deinen Workflow angleichen, das eine mehr das andere weniger.
Bevor ich jetzt einzeln auf Kontakt 4, Reaktor 5, Kore Player, Guitar Rig 4 und auf die Sound Libraries eingehe, möchte ich noch erwähnen, dass jedes der vier Plugins sehr authentische und qualitativ hochwertige und vielfältige Sounds beinhaltet, sodass dieses preisgünstige Bundle wirklich das Spektrum KOMPLETE macht.

KONTAKT 4 – Ein Muss für jede Band oder jedes Soloprojekt

Wer kennt das nicht? Man hat eine Band/Soloprojekt und fragt sich wo man denn kostengünstig ein Schlagzeug oder eine akustische Gitarre aufnehmen kann, wenn man mehr als Proberaumqualität erzielen will, (und das solltest Du, wenn Du deine Stücke verkaufen oder gar Partnern
präsentieren willst). KONTAKT liefert Dir die Lösung. Wer einmal angefangen hat mit den Abbey Road Drums, Nylon Guitars, Violinen und Flöten herum zu experimentieren, wird schnell sehen, dass
man sehr viel Zeit spart, wenn man seine Stücke mit den Samples einspielt und trotzdem höchste
Qualität erzielt. Selbst wenn Du deine Hauptinstrumente selber einspielst, liefert Dir die Libary
hunderte von Sounds um Deinen Song aufzupeppen und von der groben Masse abzuheben.
Sortiert in Gruppen wie z.B. Band, World, Vintage, Synth, Urban Beats, etc. findest Du schnellstens was du haben möchtest. Die Kontakt Selection Libary bietet Dir die grundlegenden Sounds für Deine Produktionen.

Reaktor 5 – Filmvertoner aufgepasst!

Auf den ersten Blick erscheint einem die Libary von Reaktor 5 sehr reduziert. Beim zweiten hinschauen
erkennt man dann, was sich wirklich alles in diesem Powerpaket versteckt. Wer Stimmung erzeugen will,
Zeit und Lust hat den ganz eigenen, persönlichen computererzeugten Sound zu entwickeln, ist hier ganz richtig. Aber auch Gitarren, Strings und Flöten sind hier zu finden. Ein Pool mit Möglichkeiten
und dutzende Regler und Knöpfe. Von Hintergrundgeräuschen, Stimmungserzeugern bis hin zu realen
Instrumenten wirst Du bei Reaktor alles finden. Nicht zu vergessen sind auch die tollen grafischen Abbildungen des Programms, welche sehr beeindruckend sind und es Dir ermöglichen leichten Zugang in das Audiomaterial zu finden.

Kore Player – Alles zusammen

Der Kore Player wurde für die erfunden, die keine Lust haben viele Plugins erst zu öffnen und sich durch die Sounds arbeiten zu müssen. In einem Satz gesagt, Kore Player
nimmt sich aus vielen Deiner NATIVE INSTRUMENTS Programme die Libraries und packt sie alle
in den Kore Player.
Dort hast du mehrere Möglichkeiten Deine Geräusche nach Kriterien zu sortieren, sie schnell abzurufen und mit Ihnen zu arbeiten. Dabei bleibt alles relativ übersichtlich. Außerdem bekommst Du noch eine ganz eigene Liste Deiner NI Effekte in einem zusätzlichen Fenster.
Sehr praktisch am Kore Player ist übrings auch, dass er Dir gleich mehrere Regler gibt, an denen du den Sound verändern kannst, acht Effekt-Presets, einen Master Regler und eine Learn Funktion.

Guitar Rig 4 – Mehr als nur für Gitarristen

Hier schließt sich der Kreis. Als letztes Plugin setzt NATIVE INSTRUMENTS auf die vierte Version
von Guitar Rig, welche meiner Meinung nach den Namen Allround Rig verdient hätte. Denn dieses einzige Programm gibt Dir hunderte Presets für Gitarren, Stimme, Mix, Remix, Bass, Songs, etc.. Verschiedenste
Kompressoren, Equalizer, Reverbs, Distortions, Filter, Cabinets, Special Effects, Dynamics und
noch sehr, sehr viele mehr. Wirklich ein riesiges Paket an Lösungen für jede Situation. Das Ganze
natürlich in der von NI gewohnten, hochwertigen Qualität und abgerundet mit tollen Designs.
Auch hier kann man wie bei allen Programmen der KOMPLETE Elements Reihe Vorlagen speichern,
den Workflow verändern und alles anpassen um die höchste Produktivität zu erzielen.
Wer einmal angefangen hat, seinen Mix mit den von Guitar Rig gegebenen Effekten zu versehen, wird
schnell andere vergessen.

Kore Player Libraries – Best of Absynth, Massive, Compilation Vol. 1 und Kore Player Sounds

Best of Absynth bietet Dir Stimmung. Mit diesem Plugin bringst Du deinen Song in eine ganz klare emotionale Richtung. Absynth bietet Dir die Grundlage für Spannungsaufbau und Verdeutlichung des musikalischen Moments. Dabei ist aber zu bemerken, dass Absynth in keiner Weise Reaktor 5 kopiert, beide Programme haben Ihren eigenen innovativen Sound.

Die Best of Massive Geräusche sind klar elektronischer Herkunft, bieten Dir aber eine Reihe mehr als nur Synth Lead, Pad oder Misc Dir bieten kann. Best of Massive verbindet eine gewisse Stimmung aus Absynth mit elektronischen Samples und einem ganz eigenen Sound. Genau an dieser Stelle merkt man wieder, wie NI auf hochproduzierte und bis ins Endstadium durchdachte Produkte Wert legt.

Compilation Vol. 1 ist ein Mix aus Massive, Absynth und noch vielen anderen Libraries, welche ebenfalls auf elektronischen Sounds basieren. Eine gute COMPILATION von Geräuschen. All diese Libraries findest Du im Kore Player, welcher natürlich selber auch noch viele Sounds beinhaltet.

Ein Netzwerk aus Instrumenten, Effekten und Möglichkeiten

Der oben verfasste Testbericht entspricht nur einem Segment der Möglichkeiten, die Dir NATIVE INSTRUMENTS mit KOMPLETE 7 Elements bietet. Ich kann mit ruhigem Gewissen sagen, dass dieses Paket wirklich KOMPLETE und für den Preis unschlagbar ist.
Du findest bei den Instrumenten und Effekten nichts, was es nicht gibt oder was Du nicht erstellen kannst.
Für jeden und jede Branche sind die Funktionen gegeben, um höchst produktiv fungieren und arbeiten zu können.

07.09.2010 von Arik

Testbericht CI 1 und CI 2+

CI 1steinberg_ci2plus1 und CI 2+ sind die neuesten Audio Interfaces aus dem Hause Steinberg.
Durch hochwertige Komponenten, Kompaktheit, und Bedienungsfreundlichkeit sollen nun diese zwei Interfaces User aller DAWs beeindrucken. Arik hat das CI 1 und das CI2+, dass übrigens auch einen Controller beinhaltet, für Dich getestet.

Treiber Installation und DAW Einbindung (CI 1 + CI 2+)

Nachdem Du das CI 1 oder CI 2+ ausgepackt- und, die auf der CD vorhandenen, Treiber installiert hast, kannst Du sofort mit dem Musikmachen beginnen.
Das Produkt lässt sich problemlos in Deine Software einbinden, und zeigt weder Latenzschwierigkeiten noch Abstürze oder ähnliches.

Alles in einem

Du bekommst zwei hochwertige Mikrofon/Instrumenten-Eingänge, zwei Line-Ausgänge und einen Kopfhörer-Ausgang geboten.
Das Audio Interface wird per USB an den PC oder Mac angeschlossen und benötigt daher kein Netzteil. Dank Phantomspeisung und Mono-Zuweisung, benötigt man nur noch ein Mikrofon und einen Computer.
Zwei separate Input-Regler und je ein Headphone-, Master- und Mix-Regler, bieten Dir alles Nötige, um bei der Aufnahme
hohen Komfort genießen zu können. All diese Möglichkeiten tragen zu einer erstklassigen Aufnahme bei.

Bei der Aufnahme

Das Gerät steht, dank seiner Noppen, fest und ist sehr robust. Dank ausreichender Lüftung, läuft das CI 1 und CI 2+ nicht heiß und zeigt auch bei langen Sessions Konstanz. Die Regler sind leicht und gut zu greifen, und die Klinken für die verschiedenen Stecker sind sehr gut verarbeitet.

Tonqualität – Creativity First

In diesem Bereich soll dem Steinberg Motto, Creativity First, doch wirklich Recht gegeben werden. Du kannst, ohne Profi-Wissen, mit den Knöpfen, Klinken und Reglern so einiges an Qualität rausholen.

Control your DAW (CI 2+)

Dank der Advanced Integration Technologie lässt sich der Controller des CI 2+ nahtlos einbinden.
Steinberg hat Dir für die wichtigsten Funktionen, die dementsprechenden Knöpfe geliefert (Play/Stop, Rec, Prevous, Next).
Um jetzt noch Deinen eigenen Workflow zu optimieren, ist Dir ein Endlosregler für das Scrolling durch Sounds
und Listen, gegeben. Dazu gibt es beim CI 2+ die “Action Pad”-Taste, mit der Du Funktionen für den Foot Switch auswählen kannst. Gitarristen haben daher mehr Handfreiheit und können gezielter arbeiten.

Zubehör

In diesem Punkt könnten sich viele andere Hersteller noch eine Scheibe bei Steinberg abschneiden.
Du bekommst, je nach Gerät, die passende Software (wie z.B. beim CI 2+ Steinberg Cubase
Essential 5) mit Dongle, ein Handbuch, Installations-CDs und ein langes USB Kabel mitgeliefert.
Du kannst also wirklich, wie oben beschrieben, sofort loslegen und Musik machen.

Urteil

Steinberg CI 1 und CI 2+ sind beide hochwertige Audio Interfaces, die Deine Aufnahmen
durch hohe Qualität und Liebe zum Detail stets bereichern werden.
Deiner Kreativität werden keine Grenzen gesetzt, und das Gerät überzeugt durch
nützliche Funktionen und sehr gute Klangqualität.
Die Audio Interfaces sind in keiner Weise auf der späteren Aufnahme wahrzunehmen und sind selbst
für lange Studiosessions gut geeignet.
Du hast nun auch noch die Wahl, ob du ein reines Audio Interface oder eins mit Controller
haben möchtest.
Ich kann diese Produkte jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem
guten, preiswerten Interface ist.

12.08.2010 von Arik

Testing NI Kontakt 4

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NI Kontakt 4 von unserem neuen Produkttester Arik unter die Lupe genommen. Arik ist Schüler, macht Musik, und wird ab jetzt mit Unimall die neuesten Musikprodukte testen!

Kontakt 4 ist Native Instruments stolzer Sampler mit einer 43GB Sound-Library. Im Vergleich zu der Vorversion hat sich Kontakt 4 um 10GB Samples erweitert und mit zahlreichen technischen Neuerungen angekündigt. So z.B. mit der neuen „Authentic Expression Technology“, einem erweiterten Sound Browser, einem verbesserten User Interface, und vor allem mit dem neuen Kompressionsformat für die Sound Library.
Folgender Test geht auf die technischen Neuerungen, und auf die Qualität der neuen Samples ein.

Installation und Aktivierung
Die zweistündige Installation von Kontakt 4 verläuft ruhig. Um danach alle Funktionen
des Programmes zu benutzen, musst Du dich bei Native Instruments kostenlos registrieren
und die Serial Number des Produkts eingeben.

Erstbenutzung
Bei der ersten Anwendung von Kontakt, öffnet sich ein Optionsfeld, in dem Du Audio, Midi und andere Settings vornehmen kannst.
Nun kannst Du sofort mit dem Eigentlichen anfangen, was nicht so einfach ist.
Wenn Du versuchst auf die Database zuzugreifen, sprich ein Sample anwählst, wird keins erscheinen.
Zuerst musst Du Kontakt sagen welche Library es benutzen soll. Du musst erst die Kontakt Factory Library über Database > DB Option anwählen.

Sound Skipping – Fehlanzeige
Wenn Du zum Beispiel den Steinberg HAlion, oder auch andere VST Instrumente, kennst, bei denen Du dich durch die Sounds klicken kannst, wirst Du bei Kontakt 4 sehr lange suchen. Diese Funktion ist leider nicht gegeben.

Geordnetes Arbeiten
Die verbesserte Performance View für die einzelnen Samples/Instruments, hilft Dir dabei geordnet zu arbeiten, oder den Überblick über Libraries zu behalten.
Die Views sind oben aufgeführt und schnell zu wechseln. Außerdem kannst Du gewisse Dinge, wie zum Beispiel ein digitales Piano, einblenden bzw. ausblenden, wodurch Du deinen eigenen Workflow kinderleicht erstellen kannst.

Samples
Die 43 Gigabyte umfassende Library lässt andere VSTs ziemlich alt aussehen. Wenn Du ein paar gängige VSTs mal durchgegangen bist, fällt Dir sicher ziemlich schnell auf, dass die Sounds unecht rüberkommen, und Du für einen guten Sound noch gewisse EQ’s, Filter, Kompressoren, Reverbs, oder ähnliche Effekte benötigst. Die Kontakt Library hingegen bietet Dir so hochwertige Samples, dass dir schon beim ersten mal Anhören ein so komplexer und autoritärer Sound geboten wird, der ohne jegliche Effekte schon ganz großes Kino bietet. Um jetzt noch den eigenen Style mit reinzubringen, wird Dir zusätzlich ein, extra auf das Instrument abgestimmtes, Effekt Arsenal geboten, welches Filtration, Kompression, EQ’s, Reverbs und weiteres bietet. So entfällt auch das lästige Einbinden von Effekten im Mix später.

VST – Find your DAW
Schlauerweise kommt Kontakt 4 als VST, RTAS, Stand-alone und AU, so kannst Du es auf deinem PC oder Mac, in jede gängige DAW einbinden.

Gitarrensamples
Du kennst bestimmt viele VST Instrumente, die zwar authentische Gitarrenstimmen bringen, Du aber trotzdem merkst, dass sie nicht in echt eingespielt wurden, weil zum Beispiel nicht das Umgreifen von einem Akkordeon zum Vorschein kommt.

Kontakt 4 liefert Dir nicht nur die angesprochenen, authentischen Sounds, sondern auch noch kleine Extras wie Sounds des Umgriff selber, welche geschickt zum Vorschein kommen.

Urteil
Durch den Erwerb von Native Instruments Kontakt 4 bekommst Du sehr zahlreiche, hochwertig produzierte Samples, welche jeder Musikproduktion, von Pop bis Klassik, einen echten und unvergesslichen Sound verleihen. Das Programm ist übersichtlich und nach einmaliger Einrichtung sehr einfach zu bedienen.

Den Workflow kannst Du frei gestalten, und sinnvoll eingesetzte Effekte schließen das große Spektrum an Möglichkeiten. Die Einbindung in DAWs erfordert kaum Mühe, und die
Einrichtung von Audio wie Midi Settings ist schnell gemacht.

Ein Muss für jeden (semi)professionellen Musiker oder Produzenten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist mehr als gut.

Tipp
Auf der Website von Native Instruments, kannst Du dir den Kontakt Player kostenlos mit ein paar Sounds zum Testen runterladen. Wenn Du dir also noch nicht sicher bist, ob Du
in das Programm Geld investieren möchtest, kannst Du dir vorher einen kleinen Eindruck einholen.