21.03.2018 von benjamin

Druckkosten im Studium: So sparst du beim Drucken zuhause

Zuhause drucken und sparen

Kursmaterialien, Hausarbeiten, Dokumente für Uni und Ämter – im Laufe des Studiums fallen hunderte, wenn nicht sogar tausende Druckseiten an. Wer dafür nicht jedes Mal zum Copyshop laufen will, kann beim Drucken zuhause viel Zeit sparen – aber auch in die ein oder andere Kostenfalle tappen. Wir zeigen dir, wie du diese vermeiden und dabei deine Druckkosten minimieren kannst.

Druckermodell: langfristig planen

Am Anfang allen Sparens steht die Entscheidung für ein Druckermodell. Hier ist zunächst entscheidend, welche Ausstattung dein Drucker haben soll:

  • Scanner
  • automatischer Einzug
  • Duplexdruck
  • Fotodruck
  • kabelloses Drucken

Indem du deine persönlichen Kriterien von vorherein festlegst, vermeidest du Fehlkäufe und damit weitere große Investitionen in Zukunft. Anhand dieser Kriterien kannst du dann verschiedene Druckermodelle auf ihren Preis hin vergleichen.

Beim Preisvergleich solltest du nicht nur die Anschaffungs-, sondern auch die Folgekosten bedenken. Ob dabei ein Tinten- oder Laserdrucker für dich die richtige Wahl ist, hängt zunächst von deinem jährlichen Druckvolumen ab. So sind Tintendrucker in der Anschaffung zwar günstiger, jedoch entstehen mit 50 bis 96 Cent pro gedruckte Seite hohe Folgekosten. Laserdrucker hingegen punkten mit 15 bis 23 Cent pro Seite – das rechnet sich aufgrund des höheren Anschaffungspreises jedoch nur für Vieldrucker. Vergleiche beim Kauf also am besten die angegebene Seitenzahl pro Tintenpatrone beziehungsweise Toner mit dem jeweiligen Preis und finde so die für dich preiswerteste Lösung.

Tinte und Toner: günstig statt billig

Tinte & Toner günstig

Tinte und Toner machen den größten Teil der laufenden Kosten für einen Drucker aus. Vor allem die Originalprodukte vom Hersteller können extrem teuer sein und den durchschnittlichen Preis pro Seite in die Höhe schnellen lassen. Günstige Alternativen zum Markenprodukt findet man online zuhauf – doch Vorsicht bei billigen Druckerpatronen aus China: der billige Preis geht auf Kosten von Qualität, Nachhaltigkeit und Produktsicherheit. Treten dadurch Probleme mit deinem Drucker auf, hast du keinen Anspruch auf Garantie. Im schlimmsten Fall entstehen so hohe Kosten für Reparaturen – oder einen ganz neuen Drucker.

Doch es gibt Alternativen zwischen teurem Markenprodukt und billiger Kopie: viele europäische Hersteller entwickeln kompatible Alternativpatronen unter eigenem Markennamen. Dabei werden häufig leere Markenpatronen recycelt und mit Garantie weiterverkauft – und das ist nicht nur die nachhaltigere, sondern auch sicherere und damit langfristig günstigste Option.

Formatierung und Druckeinstellungen: Tinte sparen leicht gemacht

Oft unbeachtet, aber mit großem Sparpotenzial: Dokumentformatierungen und Druckeinstellungen. Hier lässt sich durch ein paar Klicks ganz leicht Tinte beziehungsweise Toner sparen:

  • Schwarzweiß drucken – denn Graustufen beanspruchen neben der Schwarzpatrone meist auch die Farbpatronen
  • Druckqualität verringern – für die meisten Ausdrucke reicht die Entwurfs-Option
  • Schriftart und -größe anpassen – wähle eine Schriftart mit geringem Tintenverbrauch und verkleinere die Schriftgröße um 0,5 pt

All diese Maßnahmen machen bei normalen Dokumenten kaum einen optischen Unterschied. Passe einfach die Standardeinstellungen an und spare auf diese Weise mit jedem Druck ganz einfach Tinte.

Druckerpapier: weniger ist mehr

Spätestens beim Anblick der Ordner voller Semesterunterlagen, die nach der Prüfung wahrscheinlich nie wieder gebraucht werden, wird klar: Wir verschwenden zu viel Papier. Doch das lässt sich ganz einfach ändern, indem du dir vor dem Druck einer Datei ein paar Fragen stellst:

  1. Benötigst du die Datei wirklich in Papierformat?
  2. Brauchst du alle Seiten der Datei?
  3. Kann durch kleinere Seitenränder oder Zeilenabstände Papier gespart werden?
  4. Können mehrere Seiten auf ein Blatt gedruckt werden?
  5. Spricht etwas dagegen, das Papier beidseitig zu bedrucken?

Druckerpapier sparen

Bedenkst du diese Schritte, kannst du nicht selten die Hälfte an Papier einsparen. Wenn du dann noch einseitig bedruckte Zettel für unwichtige Ausdrucke wiederverwendest, kannst du deinen Papierverbrauch und deine Ausgaben für Druckerpapier minimieren.

Stromverbrauch: doppelt kostspielig

Strom sparen ist wichtig – nicht nur für die Umwelt, sondern auch für dein Portemonnaie. Gerade Drucker werden oft eingeschaltet und dann stundenlang gar nicht benutzt – und das wird gleich doppelt teuer.

Ungenutzt eingeschaltete Drucker verbrauchen nicht nur unnötig Strom, sondern auch Tinte. Denn die meisten Tintenstrahldrucker reinigen beim Startvorgang ihre Düsen – und die Tinte dafür ist verschwendet, wenn danach nichts gedruckt wird. Schalte deinen Drucker also nur ein, wenn du ihn brauchst. Im Idealfall druckst du alle Dokumente auf einmal und sparst dir so wiederholtes Einschalten oder einen langen Standby-Modus.

Auch wichtig: Schalte deinen Tintendrucker über den Power-Knopf aus. Geschieht das über den Schalter einer Steckdosenleiste oder das Ziehen des Steckers, können die Druckerpatronen nicht ordnungsgemäß in ihre Ruheposition gefahren werden und trocknen so viel schneller aus. Zudem kann es (je nach Modell) passieren, dass die gespeicherten Informationen zum letzten Betrieb verloren gehen und der Drucker daraufhin die Düsen testet. Die dauerhafte geringe Stromzufuhr kann in manchen Fällen also günstiger sein als der Tintenverbrauch durch das unnötige Reinigen und Testen der Düsen.

Ob das Drucken zuhause günstig ist und bleibt, ist somit nicht nur eine Frage des richtigen Druckermodells und preiswerten Tinten- beziehungsweise Tonernachschubs. Ebenso wichtig sind die richtigen Gewohnheiten, wenn es um die Inbetriebnahme des Geräts, die Formatierungs- und Druckeinstellungen sowie die Verwendung von Papier geht. Und sind diese Gewohnheiten erst einmal selbstverständlich geworden, minimieren sich die Druckkosten wie von selbst.

Bild 1: ©istock.com/FabrikaCr
Bild 2: ©istock.com/FabrikaCr
Bild 3: ©istock.com/fstop123

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