28.04.2018 von msut

Erfahrungsbericht Packator: Schnell und einfach einen Kurierdienst buchen

Der Paketbote hat eure Lieferung aus Bequemlichkeit mal wieder beim unangenehmen Nachbarn abgeladen – oder einfach über den Zaun geworfen? Wohl jeder hatte schon so seinen Groll auf die üblichen Kurierdienste. Ein Startup möchte mithilfe von Crowd-Kurieren nun Abhilfe schaffen. Ein Erfahrungsbericht.

Die Rennerei nach dem sehnlichst erwarteten Paket hat endlich ein Ende: Das Kurierdienst-Startup Packator macht ganz normale Passanten zu Postboten und stellt damit sicher, dass Pakete schnell und einfach den Weg zu ihrem Besitzer finden.

New+Packator+logo

Wie funktioniert’s?

Das Prinzip erinnert an das amerikanische Dienstleistungsunternehmen Uber – nur dass bei Packator statt Personen eben Pakete befördert werden. Der Grundgedanke ist ganz einfach: Ein Paket soll von jemandem abgeholt und an seinen Zielort gebracht werden, der sowieso gerade dorthin unterwegs ist. Via App können die Hobby-Kuriere ausfindig gemacht und beauftragt werden. Vom einfachen Brief bis hin zum Klavier kann dabei alles transportiert werden, denn der Vermittlungsalgorithmus findet für jeden Auftrag den passenden Kurier. Der kann zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs sein und entsprechende Aufträge entgegennehmen. Das zu versendende Päckchen muss dabei nicht einmal verpackt werden, um vom Postboten in Spe angenommen und zu seinem rechtmässigen Empfänger gebracht zu werden. Die Kuriere arbeiten als Freelancer für das Unternehmen, das heisst, es gibt auch eine Motivation, sich als Bote zur Verfügung zu stellen – was das Ganze natürlich noch attraktiver macht, beispielsweise für einen am Hungertuch nagenden Studenten (beispielsweise mich), der sich auf dem Weg zur Uni durch eine einfache Kurierdienstleistung noch sein Mensa-Essen verdienen möchte.

Getestet und für gut befunden!

Wäre natürlich klasse, wenn das Ganze auch wirklich funktionieren würde, etwas skeptisch war ich ja schon. Um auszutesten, ob der Crowd-Kurierdienst hält, was er verspricht, habe ich einen kleinen Testlauf vorgenommen. Zum Anlass des Geburtstags einer Freundin, die am anderen Ende wohnt, habe ich mein Geburtstags-Paket statt mit der “normalen” Post einfach mal über Packator versendet. Hierzu muss man zunächst die Abholadresse (übrigens super praktisch: Die Abholung kann natürlich auch von Überall erfolgen) eingeben, anschließend wird die Zustelladresse verlangt. Über den Button “Request a Shipment” wird dann auch schon das Angebot berechnet. Nun kann ausgewählt werden: Möchte ich eine besonders schnelle oder eine besonders günstige Lieferung aufgeben, oder irgendetwas dazwischen? Da ich noch ein wenig Puffer hatte (und eben ein am Hungertuch nagender Student bin), entschied ich mich für die Variante “besonders günstig”. Nun nur noch Eckdaten zu Gewicht und Größe des Pakets angeben (etwa ein Kilo schwer und 25 auf 25 Zentimeter), in einem letzten Schritt eine Kontaktmöglichkeit der Empfängerin angeben und schon kann’s losgehen. Siehe da: Das Ganze kostet mich nicht einmal sieben Euro und ein Kurier ist schon unterwegs. Nur eine knappe Viertelstunde später drücke ich dem netten Boten, der gerade unterwegs zur Einkaufs-Mall ist und mein Paket freundlicherweise entgegen nimmt, mein in Geschenkpapier verpacktes Paket in die Hand. Bezahlt wird per App – bequem, schnell und ich musste nicht einmal aus meiner Jogginghose steigen, um meine Geburtstagsgrüße auf den Weg zu schicken. Ganz nach meinem Geschmack.

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