12.04.2011 von Patricia

Frankfurt Musikmesse 2011

Die Frankfurter Musikmesse 2011 hat so einiges Spannendes und Unerwartetes hervorgebracht. Auch UNIMALL hat sich auf der Messe herumgetrieben und einige großen Highlights betrachtet und getestet. Drei Hardware Synthesizer, die besonders die allgemeine Neugierde erweckt haben waren Korg Monotribe, Roland Jupiter 80 und natürlich der Schmidt Monstersynthesizer, der eher wie ein Galeriekunstwerk als ein Produkt auf seinem Podest thronte und Menschenmassen anzog.

Monotron & Electribe?
Mit der rätselhaften Fotokampagne hatte Korg bereits eine Welle von Spekulationen ausgelöst. Microkorg XL? Hardware Controller für MS-20 Softsynth? Nein, es ist ein Korg Monotribe, die Verschmelzung aus Monotron und Electribe. Der vollanaloge Monotribe bietet den Klang des Monotron, Sequencing im Electribe-Stil und eine dreiteilige analoge Rhythmussektion. Die Active Step und Flux-Features für dynamische Loop-Manipulation in Echtzeit in Verbindung mit der wählbaren Oszillator-Wellenform, Noise-Generator und LFO ermöglichen eine unerwartete Klangvielfalt. Außerdem hat Korg für den Monotribe den gleichen VCF Schaltkreis wie bei den legendären MS-10 & MS-20 eingesetzt. Über die Sync In & Out Buchse kannst Du mehrere Units miteinander verbinden und synchronisieren. Das Ganze gibt’s batteriebetrieben und mit integriertem Lautsprecher. Eigentlich ein kleines, äußerst unterhaltsames Gadget. Etwas karg ist die Rhythmussektion mit drei Sounds – Bassdrum, Snare und Hi-Hat, und der fehlende MIDI-Support. Fazit, Monotribe ist ein super Einstieg in die Welt der analogen Klänge und eine Bereicherung für jede digitale Produktion. Für den Old-School Analogfan bietet der Monotribe wahrscheinlich etwas zu wenige Möglichkeiten. Jetzt muss nur noch der Preis stimmen….

Roland Jupiter 8(0) !?
Ästhetisch ähnlich aber funktional meiner Meinung nach ein anderes Universum. Roland hat bei der Namengebung mit einer zusätzlichen Null ein interessantes aber auch sensibles Feld betreten. Musiker lieben den legendären Jupiter 8 Synthesizer, daher sind sie auch besonders kritisch im Anbetracht des Roland Jupiter 80. Die beiden Synthesizer haben wenig miteinander zu tun, denn der Roland Jupiter 80 ist ein V-Synth mit neuer SuperNATURAL Synthesis Engine für besonders dynamisches Spiel von Instrumenten-und Vintage-Synth-Sounds. Die eine Funktion, welche an den Jupiter 8 erinnert ist die Fähigkeit Klangfarben zu kombinieren. Über 76 halbgewichtete Tasten und 256 polyphonische Stimmen bietet Roland Jupiter 80 eine qualitativ hochwertige Lösung für Bühnen-Keyboarder an. Doch die Namengebung empfinde ich nach wie vor als etwas irreführend. Was ist Eure Meinung dazu?

Der Monstersynthesizer
Ein wahres Schlachtschiff. Mit einem Gewicht von 55kg und einem Preis irgendwo zwischen 10.000 und 20.000 Euronen ist es unwahrscheinlich das der Schmidt Synthesizer jemals in Eurem Wohnzimmerstudio landen wird, aber wenn Ihr in Zukunft jemals die Gelegenheit habt an ihm zu schrauben, dann nichts wie ran! Der Schmidt Synthesizer besteht aus 157 Bedienelementen und verfügt über 4 Oszillatoren (je 8 Stimmen), 3 Moog Kaskaden Filter, 4 variable Filter, unendlich viele Modulationsmöglichkeiten wie LFOs für Oszillatoren, Filter usw., und noch viel, viel mehr. Die Modulationsoptionen sind endlos und bieten die Möglichkeit jeden vorstellbaren Klang zu erzeugen.

Bist Du auch auf der Musikmesse gewesen? Was sind Deine Highlights gewesen? Worüber warst Du begeistert oder was hat Dich enttäuscht? Im Teil 2 berichten wir über einige Software-Highlights der Musikmesse Frankfurt, also bleibt dran!

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