29.03.2014 von Patricia

Geschichten vom Mammon: Als was arbeiten Studenten eigentlich?

Auf Kosten von Papas Brieftasche lebt es sich als Student am besten. Doch längst zieht es nicht mehr nur die Sprösslinge gut situierter Eltern an die Universitäten. Im Zuge der 68er hatten zunehmend auch Kinder „bildungsfernerer“ Schichten Zugang zu einem Hochschulstudium. Dass so etwas finanziert werden muss, das versteht sich von selbst.

Blöderweise hält sich das Gerücht, dass Studenten kaum finanzielle Sorgen haben. Schließlich würden die immer in Bars rumhängen, in Cafés ihren Kaffee trinken und ganz selbstverständlich kulturelle Angebote wahrnehmen. Der Durchschnittsstudent geht allerdings auch für eben solche Vergnügungen arbeiten. Einer Sozialerhebung des Instituts für Hochschulstatistik (HIS) zufolge, verbringen Studenten heute etwa 42 Stunden in der Woche mit Studieren und Arbeiten. Nur als was arbeitet so ein Student eigentlich?

Beliebte Studentenjobs sind:

  • Hilfskraft an einem Lehrstuhl
  • Aushilfe im Einzelhandel
  • Nachhilfelehrer
  • Gastronomie
  • Buchhaltung/Controlling
  • Assistent oder Hilfskraft im Sekretariat
  • Programmierer

Der studentische Überflieger, der sich seinen Nebenjob nach späteren beruflichen Interessen und als praktische Ergänzung zum Studium wählt, der kommt seltener vor als solche Studis, für die es schlichtweg ums Geldverdienen geht. Auslandssemester, Ferien und ein gewisses Maß an Freizeit müssen schließlich bezahlt werden. Neben einer guten Bezahlung sind flexible Arbeitszeiten, immerhin steht das Studieren ja im Vordergrund, und ein gutes Arbeitsklima für Studenten besonders wichtig. Solche Stellen als studentische Hilfskraft an der Uni beziehungsweise am Lehrstuhl sind zwar äußerst prestigeträchtig, werden jedoch meistens nur mäßig vergütet. Außerdem ist es in solchen Jobs üblich, nur wenige Stunden in der Woche zu arbeiten. Wer also auf Extrageld zum Bestreiten des Lebensunterhaltes angewiesen ist, der wird während der Studienzeit eher in anderen Jobs tätig sein.

Heiß begehrt sind dagegen Arbeitsstellen als Werkstudenten in Unternehmen, egal ob es einen Praxisbezug zum Studium gibt oder nicht. Für gewöhnlich erhalten Werkstudenten einen ordentlichen Lohn und haben zudem die Möglichkeit, in der vorlesungsfreien Zeit Vollzeit zu arbeiten und damit das Konto beträchtlich aufzufüllen. Von der regelmäßigen Arbeit während der Vorlesungszeit profitiert der Geldbeutel ebenfalls.

Es darf festgehalten werden: So mancher Student hat neben dem Studium einen richtig tollen Job. Dieser ist dem natürlich nicht in den Schoß gefallen. So einen Job können auch andere Studenten finden. Wer beispielsweise in der Gastronomie oder im Verkauf arbeiten möchte, um einen Ausgleich mit viel Bewegung und Menschenkontakt zum lernintensiven Studium zu schaffen, haben möchte, der sollte sich auf einen Spaziergang durch die Stadt begeben und die Augen offen halten. Solche Jobs werden selten inseriert. Oftmals erhält man sie mittels Hörensagen oder eben, weil man zufällig am Aushang im Schaufenster vorbeiläuft.

Für alle anderen Jobs empfiehlt sich eindeutig das regelmäßige Abgrasen von Stellenbörsen. Das Schwarze Brett in der Universität, spezielle Suchmaschinen für Studentenjobs oder einfach Stellenbörsen wie Stepstone haben eigentlich immer interessante Jobs gelistet.

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2 Kommentare zu “Geschichten vom Mammon: Als was arbeiten Studenten eigentlich?”

  1. Jana says:

    Ich sehe es ganz genauso wie sie! Schöner Beitrag. Ich hbae meinen damaligen Studentenjob auch durch Zufall bekommen, als ich in dem Cafe als Gast saß und diese mich einfach fragten, was ich davon halte für sie zu arbeiten. Meinen letzendlich Job nach dem Studium habe ich aber über ein Karriereportal gefunden. :-)

    Lg

  2. LukasN says:

    “Der studentische Überflieger, der sich seinen Nebenjob nach späteren beruflichen Interessen und als praktische Ergänzung zum Studium wählt, der kommt seltener vor als solche Studis, für die es schlichtweg ums Geldverdienen geht.” Das ist leider wahr. Gerade wenn man naturwissenschaftliche oder technische Fächer studiert ist es schwer eine Aushilfe-Tätigkeit oder ein gutes Praktikum zu finden. Es gibt aber immer mehr Stellenbörsen, wie zum Beispiel auch das T5 Karriereportal, was nur Jobs aus diesen “Bereichen” zusammensammelt. So ist es bisschen einfacher. Allerdings hat man immer noch das Problem, dass man sogar für eine Aushilfe-Tätigkeit oder für ein Praktikum bereits Berufserfahrung mitbringen sollte…

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