23.10.2017 von Patricia

Privathaftpflichtversicherung für Studenten: darauf sollten angehende Akademiker achten

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Ist ein Missgeschick passiert, welches mit hohen Kosten verknüpft sein kann: wer in Gedanken vertieft als Fußgänger über die Straße läuft und dabei einen Autounfall verursacht, muss sämtliche Kosten tragen, die in diesem Zusammenhang entstehen – und zwar in unbegrenzter Höhe. Insbesondere Studenten und Berufseinsteiger haben keinesfalls die finanziellen Mittel, um solche Ausgaben zustimmen. Die Kosten für eine Privathaftpflichtversicherung fallen hingegen auch für Menschen mit geringen Einkünften moderat aus – weshalb auf diesen Versicherungsschutz keinesfalls verzichtet werden sollte.

Hohes Risiko: warum eine Privathaftpflichtversicherung so wichtig ist

Die Leistungen der privaten Haftpflichtversicherung lassen sich einfach umschreiben: wann immer eine Person die Haftung für einen selbst verursachten Schaden übernehmen muss, springt die Haftpflichtversicherung ein. Ausnahmen sind dabei die Arbeitszeit sowie beispielsweise die Fahrt mit dem Auto; hierfür besteht aber üblicherweise ein eigener Versicherungsschutz. Die Kfz-Haftpflicht ist zur Zulassung eines Fahrzeugs Pflicht, die allermeisten Unternehmen besitzen auch eine Betriebshaftpflichtversicherung. Die Notwendigkeit eines Versicherungsschutzes steht in allen Fällen ohnehin außer Frage, denn der Gesetzgeber schreibt grundsätzlich eine unbegrenzte Haftung vor – und die kann insbesondere bei Personenschäden schnell in die Millionen gehen. Denn neben den Kosten für die Behandlung des Geschädigten kann es in besonders ungünstigen Fällen sogar notwendig werden, eine lebenslange Invalidenrente zu zahlen. Vor diesem Hintergrund treten die ebenso hohen materiellen Schäden schnell in den Schatten.

Privathaftpflicht auch bei geringem Einkommen finanzierbar

Hieraus ergibt sich natürlich auch: insbesondere Menschen mit geringem Vermögen und überschaubarem Einkommen, wozu Berufseinsteiger ebenso wie Studenten üblicherweise gehören, sind auf eine Privathaftpflichtversicherung angewiesen. Die Kosten dafür sind auch für Studierende problemlos tragbar: Singles erhalten einen Grundschutz bei der AXA bereits für weniger als zwei Euro monatlich, entsprechend höhere Tarife decken auch sogenannte Gefälligkeitsschäden ab und erhöhen die Schadenssumme auf bis zu 50 Millionen Euro. Gefälligkeitsschäden entstehen, wenn beispielsweise bei einem Umzug geholfen und Umzugsgut beschädigt wird. Wer wie ein Berufseinsteiger oder ein Student über ein geringes Einkommen verfügt, kann hierauf prinzipiell aber verzichten. Der Grund: der Gesetzgeber schreibt den Ersatz eines solchen Gefälligkeitsschadens nicht vor, der Freund oder Bekannte, dessen Geschirr durch ein eigenes Missgeschick zerborsten ist, kann dies im Zweifelsfall nicht geltend machen.

Nach dem Berufseinstieg: Schlüsselverlust mitversichern

Bei der Suche nach der passenden Versicherung sollte der eigene Status aber in anderer Hinsicht berücksichtigt werden. Wer als Berufseinsteiger beispielsweise einen Schlüssel für das eigene Büro erhält, sollte unbedingt auch den Schutz bei Schlüsselverlust vereinbaren: müssen nach einem solchen Fauxpas sämtliche Schließzylinder ausgetauscht werden, kann dies Kosten in Höhe von mehreren 10.000 Euro nach sich ziehen. So zeigt sich einmal mehr: der Versicherungsschutz sollte auch bei der privaten Haftpflicht der eigenen Lebenssituation entsprechen. Sinnvoll ist ein flexibler Vertrag, der sich nach dem Berufseinstieg an die geänderten Bedürfnisse anpassen lässt.

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