26.09.2014 von Patricia

So schreibt ihr eine perfekte Abschlussarbeit

© Thomas Bethge @Fotolia.com

„Habe nun, ach! Philosophie, Juristerei und Medizin, und leider auch Theologie durchaus studiert, mit heißem Bemühn. Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor“, klagt Faust aus der gleichnamigen Tragödie Johann Wolfgang von Goethes.
Am Ende der meisten Studiengänge kommt eine Abschlussarbeit auf euch zu. Ob Magister oder Doktor wie Faust, ob Master, Bachelor oder Diplomstudent: Jeder muss diese große Leistung zum Abschluss seines Studiengangs erbringen, um den erwünschten akademischen Abschluss zu erlangen.

Dabei müsst ihr nicht bedröppelt dastehen und der durchs Lernen entfleuchten Lebenszeit nachtrauern wie Goethes tragischer Held, der traurige Doktor und Magister Faust.
Wenn ihr einige Hinweise beachtet, könnt ihr die Abschlussarbeit als Chance sehen und sie als hervorragenden Karrierebaustein einsetzen.

Die Vorbereitung

Klärt zunächst einmal, welche äußeren Formalitäten eure Abschlussarbeit erfordert. Am wichtigsten ist der Zeitrahmen, der beispielsweise sechs Monate betragen kann. Zuständige Prüfer und Fristen zur Anmeldung sowie zur Abgabe lassen sich meist im Internet oder an schwarzen Brettern herausfinden. Zur Sicherheit solltet ihr einen Blick in die Prüfungsordnung eurer Hochschule werfen.

Seid euch bitte über eine Sache im Klaren: Egal, wie lange die tatsächliche Zeit von Anmeldung bis zum Einreichen der Arbeit euch scheint, sie kann verdammt knapp werden. Fertigt euch deshalb einen realistischen Zeitplan an, den ihr auch als Kalender oder Grafik über eurem Arbeitsplatz aufhängen oder auf eurem Desktop speichern könnt. Dieser Zeitplan sollte in etwa DOPPELT SO LANG sein wie die reguläre Zeit für die Arbeit.

Denn in der Regel erfordern sowohl das Einlesen wie die damit zusammenhängende Recherche jeweils 30 Prozent der Zeit. Gerade für die Notizen aus den Primär- und Sekundärwerken, das sogenannte Exzerpieren, solltet Ihr euch viel Zeit nehmen. So könnt ihr das, was Ihr herausgefunden habt, in Ruhe in die Struktur eurer Arbeit integrieren und dann ausgehend davon ins Schreiben einsteigen.

Thema und Exposé

Ein gutes Thema ist Gold wert. Ein Autor, den sein Thema interessiert, ist motiviert und geradezu Feuer und Flamme dafür, arbeitet schneller und effizienter. Um dieses Thema zu finden, sollte euch kein Weg zu lang sein.

Erste Anhaltspunkte liefern euch bereits eingereichte Arbeiten, die man häufig an Hochschulen in einem eigens eingerichteten Archiv einsehen kann. Insbesondere die meist nah an der aktuellen Forschungslage liegenden Dissertationen können euch eine große Hilfe sein. Auch Kommilitonen, die im selben Studiengang die Arbeit verfasst haben und diese schon zurückbekamen (falls ihr jemanden persönlich kennt), verdeutlichen Euch, welche Qualität, Länge oder Struktur euer eigenes Dokument haben sollte. Fachmagazine, Belletristik, themenrelevante Fernsehsendungen oder Online-Artikel können euch ebenfalls auf sinnvolle Ideen bringen.

Entscheidend ist jedoch das Gespräch mit dem Erstprüfer, der euch wertvolle Hinweise für die Richtung der Arbeit und die Formulierung geben kann. Man sollte keine allzu präzise oder beengte, aber auch keine nichtssagende und allgemeine Fragestellung wählen. Falls möglich, sollte die Themenstellung offen für eventuelle spätere Änderungen sein. Bei solchen Gesprächen solltet ihr auch die nicht minder wichtigen, äußeren Rahmenbedingungen für die Form – beispielsweise die Gestaltung des Titelblatts oder auch der Zeilenabstand und die Zitierpraxis – abklären, die schon die Note von so mancher inhaltlich guten Arbeit entscheidend verschlechtert haben.

Bei der Arbeit

Gut organisiert werdet ihr die Arbeit überstehen. Setzt euch feste Arbeitszeiten. Bereitet alles vor, was möglich ist: Sorgt für einen ruhigen Arbeitsplatz, funktionierende Elektronik, ausreichend Nachschub an Büromaterialien (Druckerpatronen, Kugelschreiber, Papier) und an Nahrung – dazu können bei solch einer Aufgabe durchaus auch Schokolade oder Traubenzucker zählen. Gönnt euch vorher festgelegte und regelmäßige Auszeiten: Sport, Freunde treffen, Kochen mit dem Partner, Kinobesuche. Dies ist wichtig, um Abstand zur Arbeit zu gewinnen und nicht von ihr aufgesogen zu werden.

Kümmert euch rechtzeitig um den Druck der Arbeit. Printdienstleister im Internet wie www.diplomarbeitendruckerei.de sparen euch am Ende, wo zuweilen der Stress groß ist, wertvolle Zeit. Ihr könnt online Eure Arbeit hochladen, sie bearbeiten, Bindung und Gestaltung bestimmen, sie bestellen und sie euch zuverlässig liefern lassen. Bevor ihr die Arbeit endgültig in den Druck gebt, solltet ihr sie gegenlesen lassen. Am besten tun dies zwei verschiedene Leute: ein fachlich kompetenter Kommilitone oder Dozent sowie ein sprachlich versierter Germanist oder sonstiger Korrektor. Lasst euch nicht dazu verleiten, andere Bücher abzuschreiben, dies kann euch nämlich den hart erarbeiteten Titel im Nachhinein kosten. Und nun: Viel Erfolg für Eure Abschlussarbeit!

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