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20.10.2011 von Patricia

Durchschaut! Fitnesslügen, Teil 12

Fettverbrennung erfolgt nur im Fat-Burner-Bereich

Bild: Shutterstock

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Lieber gaaaaanz laaaaangsaaaam laufen, das verbrennt mehr Fett. Und in Zeitlupe schwimmen, so dass Du gerade so nicht untergehst? Oder doch mit voller Wut auf den Boxsack eindreschen bis der Kreislaufkollaps Dich erlöst?

Das Gerücht besagt, dass der übereifrige Boxer, der sich beim Training zu sehr anstrengt, in diesem Szenario weniger Fett verbrennt als die Slowmotion-Menschen, die es locker angehen lassen.

Jain. Hier der Ja-Teil: Bei leichtem Ausdauertraining, also Training im aeroben Bereich, ist die prozentuale Fettverbrennung hoch. 80 Prozent der benötigten Energie holt sich der Körper aus seinen Fettreserven, den Rest aus Kohlenhydraten. Das ist der sogenannte “Fat-Burner”-Bereich, bei einem Puls von etwa 130 mit individuellen Abweichungen. Wenn Du die Belastung steigerst und damit den Puls, dreht sich das Verhältnis um: 20 % Fett, 80 % Kohlenhydrate.

Du ahnst es, hier kommt das ABER: Da ja die Belastung höher ist, wird insgesamt auch sehr viel mehr Energie verbraucht. Je nachdem wie intensiv Dein Training ist, kann die Gesamtmenge an verbrauchtem Fett letztendlich also trotzdem deutlich höher sein als bei leichtem Training in der Fat-Burner-Zone.

Wenn Dein Ziel „Seminarsitzkilos abnehmen“ heißt, ist der Fat-Burner-Bereich sowieso nebensächlich. Hier ist vor allem die negative Energiebilanz wichtig: der Körper muss mehr Kalorien verbrauchen als über die Nahrung aufnehmen.

Wenn Du Hochleistungssportler, zum Beispiel Marathonläufer, bist, ist der Fat-Burner-Bereich sehr wohl interessant: Nur wenn Dein Körper darauf trainiert ist, die Fettreserven effektiv anzuzapfen, hältst Du 42 km durch.

Das erfordert aber sehr viel mehr Training, als der gewöhnliche Freizeitsportler schafft. Frag einfach mal den Sportstudenten Deines Vertrauens.

29.09.2011 von Patricia

Durchschaut! Fitnesslügen, Teil 9

Fettverbrennung beginnt erst nach 30 Minuten

Bild: Shutterstock

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Dieser Mythos ist wirklich hartnäckig: angeblich setzt die Fettverbrennung erst frühestens 30 Minuten nach dem Trainingsbeginn ein.

Morgens nicht aus dem Bett gekommen, nach der Vorlesung musst Du noch schuften um Deine schmale Bafög-Kasse aufzufüllen, kaum zu Hause winkt Deine Mitbewohnerin schon mit dem Putzplan, abends willst Du unbedingt noch auf das Konzert, der coolen neuen Band aus Japan. Und zwischendurch nur Döner und Pommes. Da bleibt einfach keine Zeit für Sport, und die Fettpölsterchen gedeihen fröhlich vor sich hin.

Tja, sorry, vorbei mit den Ausflüchten: tatsächlich verbrennt der Köper vom ersten Schritt an sowohl Glukose als auch Fett.  Man geht inzwischen davon aus, dass die Belastungsstärke und der allgemeine Trainingszustand ausschlaggebend sind für die Fettverbrennung.

Bild: Shutterstock

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Ein Fünkchen Wahrheit steckt aber doch in dieser Fitnesslüge: die Glukose-Speicher werden im Trainingsverlauf immer leerer, als Ausgleich steigt die Fettverbrennung an. Nach 20 bis 30 Minuten läuft sie auf Hochtouren.

Fazit: Keine Ausreden mehr! Wenn Du mal wenig Zeit hast, lohnt sich auch ein kurzer Lauf oder eine Runde Schwimmen schon. Um abzunehmen, solltest Du jedoch Deine Trainingseinheiten kontinuierlich erweitern und grundsätzlich mehr Energie verbrennen als zu Dir zu nehmen. Hol Dir doch zur Motivation günstig einen neuen Basketball und wirf am Wochenende mit den Jungs mal wieder ein paar Körbe. Oder Du packst die Tischtennisschläger in die Unitasche und versuchst zwischen den Vorlesungen, der erste an der Platte zu sein.