Mit ‘Opodo’ markierte Beiträge

12.02.2010 von Unimall-Team

Die 10 besten Tipps für die Flugbuchung (bei Flugsuchmaschinen)

Wie gestern versprochen kommen hier noch ein paar Tipps für die Flugbuchung.

1. Eine Flugsuchmaschine mit Preiskalender benutzen.
2. Die Suche erst nachher eingrenzen.
3. Die Aktualität der Preise auf der Buchungsseite prüfen.
4. Automatisch hinzugefügte Versicherungen abwählen.
5. Auf zusätzliche Gepäckkosten achten.
6. Den gefundenen Preis mit dem der Fluggesellschaft gegenchecken.
7. Gutscheine suchen.
8. Bei außergewöhnlichen Reisezielen mehrere Suchmaschinen testen.
9. Außerhalb der Schulferien & Feiertage verreisen.
10. Bei unserem Reisenewsletter anmelden.

1. Eine Flugsuchmaschine mit Preiskalender benutzen.

Nimm eine Flugsuchmaschine, die einen Preiskalender hat. Wenn Du zeitlich flexibel bist, kannst Du am meisten sparen. Momondo.com und swoodoo.com (auch: flugsupermarkt.com) haben die besten Übersichten. Hier bekommst Du auch einen Überblick über den ganzen Monat.

Preiskalender bei Momondo

2. Die Suche erst nachher eingrenzen.

Grenz die Suche nicht vorher ein, sondern erst nachdem Dir die Suchergebnisse angezeigt werden.  Oft sind z. B. Direktflüge viel teurer oder Du kannst Dich wegen der 100 € Ersparnis doch dazu durchringen, um 6 Uhr am Flughafen aufzukreuzen.

3. Die Aktualität der Preise auf der Buchungsseite prüfen.

Schau bei jedem Ergebnis auch nach,  ob der angegebene Preis in den Suchergebnissen derselbe ist, der auf der Reiseseite erscheint, auf die Du weitergeleitet wirst.

Die Suchergebnisse sind nicht immer aktuell, selbst wenn es von der Flugsuchmaschine behauptet wird. (Skyscanner hat so seine Probleme mit der Definition von aktuell.) Viele gefundene Angebote sind z. B. nur Suchergebnisse von anderen Reiseportalen, die Ihre Ergebnisse aber nicht besonders häufig aktualisieren. Das ist eigentlich mehr stille Post als guter Service.

In unserem Flugsuchmaschinen-Test gab es sehr häufig Abweichungen, weil die Angebote nicht mehr aktuell waren.

Preis auf der Seite von Kayak.com

Air China Kayak Flug Billigflug?

Preis 20 sek. später auf der Seite von Air China:
Air China Preis

Wenn der Flugpreis auf der Reiseseite also nicht mehr aktuell ist, geh nochmal zurück zu den Suchergebnissen und schau die anderen Ergebnisse in der Liste an. Diese sind dann vielleicht billiger als der aktualisierte Preis bei den anderen Suchergebnissen.

4. Automatisch hinzugefügte Versicherungen abwählen.

Pass bei der Buchung einer  Reiseseite auf, dass nicht automatisch Versicherungen (also z. B. Reiserücktrittskostenversicherung oder Auslandskrankenversicherungen) hinzugefügt werden. Das ist leider oft der Fall. In den meisten Fällen ist es besser, die Angebote nicht direkt bei der Buchung abzuschließen. Separate Angebote sind oft entweder besser oder billiger. Insbesondere, weil man dann auch wirklich weiß, dass man die Versicherung abgeschlossen hat.

Beispiel Fluege.de:

Versicherung Fluege.de


5.  Auf zusätzliche Gepäckkosten achten.

Aufgepasst, so manche Airline schummelt sich in den Ergebnislisten nach vorne. Du willst zumindest ein Gepäckstück aufgeben? Beispiel Ryanair / Easyjet:  zu allen Preisen, die Du  in den Suchergebnissen angezeigt bekommst, musst Du bei Ryanair 15 € pro Strecke pro Person für ein Gepäckstück hinzurechnen und bei Easyjet 11 € pro Strecke pro Person.

Ein Flug für 150 Euro nach Mallorca mit Easyjet wäre dann also teurer als der Flug für 165 Euro mit Air Berlin.

Preis für ein Gepäckstück für Hin- und Rückflug bei Ryanair:

Gepäck Gebühr Ryanair

6. Den Preis mit dem der Fluggesellschaft gegenchecken.

Hast Du Dich für einen bestimmten Flug entschieden und Du bist nicht auf der Buchungsseite einer Fluggesellschaft, geh nochmal direkt zur Website der Fluggesellschaft und check die Reisedaten. Manchmal nehmen Reiseportale noch zusätzlich eine Servicegebühr oder die Airline bietet einen Extrarabatt.

7. Gutscheine suchen.

Such für den Fluganbieter oder das Reiseportal, wo Du den Flug definitiv buchen willst, nach aktuellen Gutscheinen, bzw. Gutscheincodes, Google hilft!


8. Bei außergewöhnlichen Reisezielen mehrere Suchmaschinen testen.

Mach Dir bei außergewöhnlichen Destinationen die Mühe, auch mehrere Flugsuchmaschinen durchzugehen. In unserem Test hatten wir z. B. beim Flug von Köln nach Marrakesch im April einen Unterschied von 1834,05 € zwischen dem besten und dem schlechtesten Top-Suchergebnis. Skyscanner.com hat zwar insgesamt nicht so gut abgeschnitten, hatte aber den besten Flug für 282,97 € gefunden –  Dagegen lag  Opodos bestes Angebot bei 2117 €. Das sonst gut funktionierende swoodoo.com hatte einen Totalausfall und überhaupt gar keinen Flug gefunden.

9. Außerhalb der Schulferien & Feiertage verreisen.

Vermeide Hauptreisezeiten & Feiertage und flieg am besten außerhalb der Schulferien. Wen interessiert’s, wenn Du in der Vorlesungszeit mal ne Woche nicht da bist?

10. Bei unserem Reisenewsletter anmelden.

Melde Dich beim neuen Unimall-Reisenewsletter an: schick einfach eine E-Mail an reisenews@unimall.de.

Die besten Preise gibt’s nämlich immer noch bei den Sonderaktionen der Fluggesellschaften und Reiseportalen. Wir prüfen dabei kontinuierlich die Deals der Anbieter und stellen Euch die die besten zusammen.

Wenn Du einen besseren Tipp hast, schreib den doch bitte in die Kommentare. Wir aktualisieren die Liste dann immer wieder.

11.02.2010 von Stephan

10 Flugsuchmaschinen im Test

flugzeug3
Die Semesterferien haben begonnen und am Sonntag ist Valentinstag. Zwei Gründe, uns einmal mit dem Thema Reise zu beschäftigen.

Aber nicht nur das. Wir werden Euch ab jetzt hier im Blog regelmäßig interessante Infos rund um Urlaub und Reise bieten und  günstige Reiseangebote zusammenstellen — das Hertz Weekend Special war da nur ein Anfang.

Wen und was haben wir getestet?

Wir haben 10 der bekanntesten Suchmaschinen für Flüge herausgesucht und auf Preise und Usability getestet (mehr dazu findet ihr weiter unten).

Dies waren:

opodo.de, billigflieger.de, kinkaa.de, momondo.com, swoodoo.com, die neue Betaversion von checkfelix.com (new.checkfelix.com) , travel-iq.com, skyscanner.de, kayak.com, fluege.de

Sechs von Ihnen hat kürzlich auch die Stiftung Warentest getestet, billiger-reisen.de haben wir aufgrund des schlechten Testergebnisses „weniger empfehlenswert“ nicht getestet, dafür aber noch 4 andere Kandidaten (checkfelix, momondo, opodo, fluege.de) dazugenommen.

Unsere Testergebnisse:

Platz:
Flugsuchmaschine: Note: Punkte: Bemerkungen:
1. momondo.de testurteil_1minusk 24 Unser Testsieger. Momondo hat uns sowohl bei der Preissuche als auch bei der Usability überzeugt. Lobenswert ist dabei vor allem auch der Preiskalender, der einem die billigsten Flüge in den nächsten Monaten anzeigt. Damit ist Sparen doppelt einfach.
2. swoodoo.de testurteil_2k 15 Auch swoodoo kann man empfehlen. Beim Preistest hatte swoodoo mit 349 € den niedrigsten Durchschnittspreis für Hin-und Rückflug, war aber in der Platzierung unter den besten bei jedem Testlauf nicht so kontinuierlich wie momondo. Das Gesamtresultat wurde auch durch Ausfall von swoodoo auf der Testroute Köln-Marrakesch negativ beeinflusst.
3. travel-iq.de testurteil_2k 14 Sehr gut im Preistest. Auch travel-iq ist empfehlenswert.
4. checkfelix.com testurteil_2minusk 10 Die Platzierung von checkfelix müssen wir relativieren, da die Version, die wir getestet haben, noch im Betastatus ist. (new.checkfelix.com). Im Preistest z. B. mussten wir eine Strecke negativ bewerten, weil die Suchmaschine die Flugdaten nicht akzeptiert hat. Statt 12.02.10 bis 16.02.2010 wurde das Datum immer automatisch auf den 20.02. geändert. Leicht negativ fielen bei checkfelix auch gesponserte Ergebniseinträge auf, die der Durchschnittsuser manchmal nicht direkt als Werbung erkennt.
5. billigflieger.de testurteil_3plusk 8 Ein bisschen altbacken kommt billigflieger.de daher, das leider auch nicht im Preistest oder in der Usability überzeugen kann. Retro-Schick allein macht noch keine gute Flugsuchmaschine.
6. opodo.de testurteil_3k 8 Mittelmaß. Beim Preistest und auch bei der Usability. Wir fragen uns: Wieviel Geld musste Opodo schon aufgrund der Bestpreis-Garantie an seine Kunden zurückzahlen? Oder zählt da vor allem das Kleingedruckte?
Negativ fällt hier außerdem die automatische Selektion der ELVIA Reiserücktrittsversicherung auf. Unsere Meinung: Zusatzangebote ja, aber bitte nur, wenn man sich aktiv dafür entscheidet.
7. skyscanner.de testurteil_3minusk 2 Skyscanner ist  für Überraschungen gut, auf der Strecke von Köln nach Marrakesch hatte es konkurrenzlos mit Abstand den besten Preis gefunden. Während bei den anderen Anbietern um die 1900 Euro fällig gewesen wären, fand skyscanner hier einen Flug zu knapp 283 Euro. Insgesamt waren die Ergebnisse aber stark schwankend und viele Preise nicht aktuell. Also nicht wirklich für den dauerhaften Einsatz empfehlenswert.
8. kinkaa.de testurteil_3minusk 1 Im Preistest manchmal gar nicht so schlecht, kann kinkaa.de aber in der Usability nicht dauerhaft überzeugen. Zu viele veraltete Preise, zu oft muss man wieder in die Ergebnisliste, um die anderen Suchergebnisse und deren Preis zu checken. In einem Fall war der eigentlich beste Flug auf Platz 14 der Suchergebisse zu finden. Es hilft halt nichts, wenn die Suchmaschine auf Reiseportalen sucht, die selber nur alte Preise haben und man dann noch von diesem Reiseportal 13 alte Angebote auflistet.
9. kayak.com testurteil_4k -2 Auch bei Kayak waren sehr oft weniger aktuelle Preise zu finden. Teilweise wussten wir nicht, ob die Drittanbieter, deren Preise veraltet sind, das bewusst machen oder es ein technologisches Problem ist. Hier stehen unseres Erachtens aber die Flugsuchmaschinen in der Pflicht, solche „Problemkandidaten“ auszusortieren.
10. fluege.de testurteil_5k -28 Mangelhaft. Das einzige, was bei fluege.de derzeit heraussticht, ist die Werbefigur Michael Ballack, die Vertrauen schaffen soll. Fluege.de sieht gut aus, hält aber nicht das, was es verspricht. Im Durchschnitt aller 20 Testflüge war fluege.de ca. 110 € teurer als momondo oder swoodoo und lieferte in 13 Fällen den schlechtesten „besten“ Preis. Negativ fällt fluege.de auch durch das automatische Hinzufügen von kostenpflichtigen Zusatzpaketen auf und durch eine nicht erklärte Zusatzgebühr. Diese Gebühr ist zum einen erst weiter unten versteckt und fällt auch erst dann an, wenn man das kostenpflichtige Zusatzpaket abwählt. Auch sehr kritisch: Bei Billigfliegern wie Ryanair oder Easyjet konnte man die Flüge zwar direkt bei fluege.de buchen, wurde auf der Buchungsseite aber nicht darüber aufgeklärt, dass für Gepäck noch Zusatzkosten anfallen und dieses beim (Online-)Check-In bei den Fluggesellschaften hinzugebucht werden muss. Hier hilft nur: Nicht suchen und nicht buchen!

Wie haben wir getestet?

Vorweg: Generell ist unser Test durch die Begrenzung auf 20 Strecken eine Momentaufnahme und unterliegt durch die Auswahl und Gewichtung der Testkriterien einer gewissen Subjektivität. Wir haben den Test auf eine jüngere Zielgruppe von 18-30 ausgerichtet und den Fokus vor allem auf das Sparpotential der Flugsuchmaschinen gesetzt. Die Kriterien und die Gewichtung spiegeln unsere Meinung und Erfahrung wider, wir erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit für alle User- oder Altersgruppen.

Bei jedem Anbieter haben wir jeweils 20 Flugrouten zu festen Terminen abgefragt. Darunter waren sowohl Routen in Deutschland (5), Europa (8) als auch internationale Verbindungen (7). Bei den geprüften Flugdaten haben wir Flüge von Februar bis September 2010 getestet.

Für uns waren für diesen Test zwei Bereiche wichtig: Zum einen die Preise des besten Angebotes bei jedem Anbieter für eine bestimmte Route (60 % des Endergebnisses), bzw. wie häufig ein Anbieter den preiswerten Flug gefunden hat oder zur Gruppe der besten 5 gehört hat (40 % des Endergebnisses). Hier haben wir pro Route von +3 bis -3 Punkte vergeben (+3 für den/die besten und -3 für den Anbieter mit den schlechtesten Preis), insgesamt also 60 Punkte, bzw. Minuspunkte.

Zum anderen war für uns die Usability entscheidend. Hier haben wir vor allem darauf geschaut, wie einfach der User die besten Preise auch finden kann. Ingesamt haben wir 14 Kriterien untersucht und wiederum mit +3 bis -3 Punkten bewertet. Es waren hier also bis zu 60 Punkte bzw. Minuspunkte möglich.

Kriterien waren zum Beispiel die Aktualität der Preise in der Ergebnissuche, Hinweise der Flugsuchmaschinen auf Zusatzkosten wie z. B. Servicegebühren, Gebühren für bestimmte Zahlungsarten oder auch automatisch hinzugefügte Versicherungen durch die Reiseportale oder Fluggesellschaften. Wichtig war uns auch die Einschließung möglicher Zusatzkosten von wenigstens einem aufgegebenen Gepäckstück; für uns ein gängiger Standard, zumindest auf Mittelstrecken wie zum Beispiel ein Flug von Köln nach Madrid.

Zwei sehr wichtige Kriterien waren für uns zum einen die Möglichkeit, nach variablen Daten zu suchen. Unserer Erfahrung nach kann man nach hierdurch am meisten sparen. Die beste Übersicht ist dabei der Preiskalender, der Preise für einen ganzen Monat zeigt, wie z. B. bei momondo.com oder swoodoo.com.

Zum anderen, dass bei der Buchung nicht automatisch kostenpflichtige Zusatzleistungen hinzugefügt werden, die man erst wieder abwählen muss. Sowohl durch den Anbieter selber als auch auf den Buchungsportalen, auf die man weitergeleitet wurde.

Wen weitere Details interessieren: Eine genaue Übersicht über die Kriterien werden wir in den nächsten Tagen hier im Blog veröffentlichen.

fluegel

Unser Fazit:

Man kann viel Geld sparen, wenn man sich seine Flugsuchmaschine aussucht. Der durchschnittliche Flugpreis des besten Anbieters bei der reinen Preissuche, nämlich swoodoo.com, betrug 349,03 € für Hin- und Rückflug. Dagegen wären durchschnittlich 461,71 € bei fluege.de fällig gewesen. Für unsere Routenauswahl wären das somit durchschnittlich 112,67 € Mehrkosten (+32 %) gewesen, wenn man durchgängig seine Flüge bei fluege.de gebucht hätte.

Noch mehr Geld kann man aber sparen wenn man die Tagesumkreissuche oder einen Preiskalender (bei momondo.com oder swoodo.com) benutzt und flexibel bei den Flugdaten ist. Hier machen ein paar Tage oft schon 50 bis 100 € aus.

Bei der Usability können alle Suchmaschinen noch zulegen, die Aktualität der angezeigten Preise ließ oft zu wünschen übrig. Zu oft mussten wir mehrere Suchergebnisse der gleichen Suche durchgehen, um den besten Preis zu finden. Ein Negativbeispiel fanden wir zum Beispiel bei kinkaa.de, bei denen der billigste Flug erst an der 14. Stelle in der Ergebnisliste zu finden war. Bei kayak.com wurden aus 1239 € für einen Flug mit Air China nach Sydney auf einmal 3534 €.

Ein großes Manko bei der Usability ist auch die Unsitte einiger Anbieter, kostenpflichtige Zusatzleistungen wie Versicherungen automatisch zum Flug hinzuzufügen, z. B. bei fluege.de und opodo.de. Die anderen Flugsuchmaschinen leiten zwar nur weiter, aber meistens ohne oder ohne sichtbaren Hinweis auf Reiseportale, wo ebenfalls Versicherungen hinzugebucht werden. Hier muss man also stark aufpassen, damit das vermeintliche Schnäppchen nicht durch Unachtsamkeit zur Kostenfalle wird.

Die wichtigsten Tipps zum Sparen bei Billigflügen und News zur Berufsunfähigkeitsversicherung im Test gibt’s morgen hier im Blog.