Mit ‘Sequencer’ markierte Beiträge

17.11.2011 von Patricia

Steinberg HALion 4.5 Update


Nach einer langen Pause und sehnsüchtigem Warten wurde im Juli 2011 HALion 4 von Steinberg herausgegeben. Jetzt bereits nach einigen Monaten überrascht Steinberg seine User mit dem kostenlosen HALion 4.5 Update für die weltbekannte Sampler Workstation. Mit erweitertem Multi-Core Support, neuer Time Stretching und Pitch Shifting Funktion, einem Sample Import Browser und Multi-Oszillatoren ist HALion 4.5 ein erfreuliches Update, das es sich lohnt wahrzunehmen.

Mehr Power mit Multi-Core Support
Nutze Deine Ressourcen bis ins Maximum! HALion 4.5 kommt mit intelligentem Multiprozessor Support für eine noch bessere Performance auf Multi-Core Systemen. Wähle je nach Projektgröße die Anzahl er Prozessorkerne aus, die HALion gebrauchen soll. HALion verteilt die nötige Rechenleistung automatisch auf die Prozessoren und verbessert dadurch die Performance.

Innovatives Sound-Management
Mit dem neuen Import Browser in HALion 4.5 kannst Du direkt durch die Dateienstruktur Deiner Laufwerke wandern und Audiofiles direkt einhören. Egal ob Folders mit Audiomaterial oder Datei-Container wie ISO, HSB, GIGA oder VST-Archive, die Sounds erscheinen stets direkt im Browser und können abgehört werden. Über die praktische Search-Funktion findest Du den gesuchten Sound innerhalb von Sekunden und kannst Suchergebnisse nach Deinen Anforderungen filtern. Für die Anzeige von wichtigen Infos zu Sounds gibt es ein Info Display.

Mit Zeit und Ton spielen
Die brandneuen Audio Warp Tools in HALion 4.5 ermöglichen das freie Spiel mit Zeit und Tempo. Die Time Stretching und Pitch Shifting Tools in HALion 4.5 basieren auf den fortschrittlichen Audio Warp Algorithmen aus Cubase 6. Je nach Audiomaterial kannst Du zwischen zwei Modi auswählen um das beste Ergebnis zu erzielen – Solo Modus und Music Modus. Der Solo Modus ist, wie der Name bereits aussagt, für monophone Instrumente und Vocals geeignet während der Music Modus für komplexes, polyphones Audiomaterial entwickelt wurde.

Vervielfache Deinen Sound!
Mit dem Multi-Oszillator Modus in HALion 4.5 kannst Du bis zu acht Oszillatoren gleichzeitig abspielen. Mit der Anzahl der Oszillatoren wird der Klang immer satter und massiver. Außerdem kannst Du die Anzahl der Oszillatoren über einen MIDI Controller oder über die Quick Controls in HALion verändern. Verstimme die Oszillatoren mit dem Detune-Regler, verändere die Verteilung im Stereobild mit dem Spread-Regler und erschaffe überwältigende, dynamische Soundscapes!
Hier findest Du Steinberg HALion zum günstigen Studentenpreis! Außerdem findest Du bei uns auch weitere Steinberg-Produkte wie u. a. Cubase 6, Nuendo 5 und WaveLab 7.

21.07.2011 von Patricia

Mac OS X Lion & Musiksoftware?


Neue Betriebssysteme sind immer spannend, besonders wenn sie von Apple kommen. Egal wie sehr es Dich danach drängt Mac OS X Lion sofort auf Deinen Mac zu installieren, solltest Du als Musiker, Soundengineer und Produzent noch etwas abwarten, da die meisten Musiksoftware-Hersteller noch kein grünes Licht gegeben haben.

Ableton rät allen Ableton Live Usern noch von einem Update auf Mac OS X Lion ab, da die aktuelle Ableton Live Version einige Probleme mit Mac OS X Lion aufweist. Ableton Live könnte beim Versenden von MIDI-Daten einfrieren oder abstürzen, egal ob diese über ein externes Audio Interface oder den internen IAC-Bus laufen. Ableton ist bemüht diese Probleme so schnell wie möglich zu lösen.

Steinberg rät auch allen Cubase, HALion und WaveLab Usern zu Geduld. Derzeit werden durch Steinberg Kompatibilitätstests durchgeführt, deren Ergebnisse so schnell wie möglich veröffentlicht werden.

Propellerhead hat Positives und Negatives zu vermelden. Propellerhead Reason und Record laufen einwandfrei auf Mac OS X Lion. Doch leidenschaftliche ReCycle User sollten auf einen Update verzichten, da Mac OS X Lion die Power PC-Emulationsumgebung Rosetta nicht bietet, die ReCycle benötigt. Nach derzeitigem Kenntnisstand gibt es auch keine Möglichkeiten diese nachzuinstallieren.

Avid hat deutlich verkündigt, dass Pro Tools 9 und Vorgängerversionen nicht mit Mac OS X Lion kompatibel sind. Avid und Apple arbeiten an einer Lösung, die so bald wie möglich mitgeteilt wird.

Native Instruments hat bisher noch keine klaren Aussagen zur Kompatibilität mit Mac OS X Lion gemacht, hatte jedoch am 23. Juni veröffentlich, dass mit einer Vorversion des Betriebssystems Probleme aufgetreten seien. Dabei handelt es sich anscheinend um die 64bit Version der Native Instruments Musiksoftware, die als Plugin und Standalone zum Absturz führen. Einen Bugfix für Native Instruments Battery scheint es derweilen zu geben, für die weiteren Programme sollen angeblich Updates bis spätestens September erscheinen. Also erst mal von einem Update absehen oder nur die 32bit Fassungen nutzen!

MOTU Produkte sind nach Angaben der Hersteller bis auf Digital Performer Mac OS X Lion kompatibel. Daher müssen Digital Performer User vor dem Update auf die kommende 7.2.4 Version warten.

Apple Logic Pro scheint einwandfrei unter Mac OS X Lion zu funktionieren. Da Du aber wahrscheinlich Apple Logic Pro 9 in Verbindung mit zahlreichen Plugins benutzt, die eventuell Probleme mit Mac OS X Lion aufweisen, wird sich der Spaß zunächst in Grenzen halten.

Wir raten allen, die mit viel Sorgfalt und Liebe ihr DAW- und Plugin-Setup zusammengestellt haben, noch etwas zu warten. Alle Hersteller sind bemüht möglichst schnell eine Lösung zu finden und werden Dich auf dem Laufenden halten!

30.06.2011 von Patricia

FL Studio für iPhone und iPad!


Die weltweit beliebte Musiksoftware FL Studio gibt es nun auch als App für iPad und iPhone! Erstaunlich ist, was eine 166MB App alles bieten kann.

Die FL Studio Mobile App ermöglicht Musikproduktion auf hohem Niveau mit 133 Instrumenten, Drum Kits und Sliced-Loop Beats. Alle Instruments der FL Studio App können ohne Problem in die FL Studio Desktop Version übertragen werden. Ein besonders intuitiver Step-Sequencer ermöglicht schnelles Programmieren von Beats und Loopbehandlung. Über das konfigurierbare, virtuelle Piano und Drum Pads der FL Studio App kannst Du Instrumente schnell und bequem einspielen. Diese sind jeweils mit Parametern wie Pan, Volume, Release und Attack ausgestattet. FL Studio App bietet außerdem eine breite Palette an Effekten, u. a. Limiter, Delay, Reverb, EQ, Amp Simulator und Filter.


Ein 99 Track Sequencer gibt Dir genug Platz um umfangreiche Produktionen bei niedrieger Latenzrate zu erstellen. Jeder Track verfügt über Mute, Solo, Effect Bus, Pan und Volume Einstellungen. Editing findet Track-, Takt- oder Noten-basiert statt, wobei einzelne Noten im Piano Roll Editor manuell eingefügt werden können oder eingespielte Noten bearbeitet werden können. Mal eine falsche Entscheidung beim Editing getroffen? Kein Problem, denn FL Studio App bietet unbegrenzte Undo- und Redo-Optionen für alle Editing-Funktionen. Zum Schluss kannst Du Deine FL Studio App Produktionen oder einzelnen Spuren als Wave-Dateien exportieren.

Dies sind nur einige der Features und Funktionen, die FL Studio für iPhone und iPad bietet. Besonders erfreulich ist, dass Deine Produktionen in der FL Studio App auch auf Deine FL Studio Desktop Version problemlos übertragen werden können. Dort kannst Du Deine Produktionen nochmal um zahlreiche Klänge erweitern und mithilfe von leistungsstarken Tools optimieren. Die FL Studio App findest Du hier für Dein iPhone und hier für Dein iPad!

11.03.2011 von Patricia

Cubase 6 kostenlose Trial Version


Bist Du noch am Überlegen, ob ein Upgrade auf Steinberg Cubase 6 das Richtige für Dich ist? Dann probiere einfach die 30-tägige Trial Version der Cubase 6 Vollversion von Steinberg aus. So kannst Du Cubase 6 selber testen und Dich von den neuen Funktionen, Instruments und Effekten überzeugen! Und so funktioniert das Ganze:

Steinberg Cubase 6 ist ein umfangreiches Upgrade mit zahlreichen neuen Features und einem noch schnelleren Workflow. Deshalb solltest Du die Chance des 30-tägigen Trials definitiv nutzen. Die Cubase 6 Trial Version ist kostenlos als Download über das Online-Kundenportal MySteinberg oder als DVD im Fachhandel erhältlich. In MySteinberg kannst Du den Aktivierungscode anfordern, mit dem Du dann in der eLicenser Control Center Software den Cubase 6 Trial-Zeitraum festlegst. Diese Software wird mit Cubase 6 automatisch installiert.
Beachte jedoch, dass Du zur Aktivierung der Cubase 6 Trial-Lizenz einen eLicenser benötigst! Wer bereits einen Kopierschutzstecker einer vergangenen Cubase-Version besitzt, kann damit arbeiten. Alle anderen können einen Steinberg eLicencer z. B. hier bei UNIMALL erwerben.

WICHTIG: Der Cubase 6 Trial kann pro eLicencer oder Kopierschutzstecker nur einmal aktiviert werden.

14.02.2011 von Patricia

Cubase 6 Testbericht

Das Aufkommen von Steinberg Cubase 6 hat hohe Erwartungen unter allen Musikproduzenten ausgelöst. Manch einer hat dieses Release damit kommentiert, dass weitere Sequencer bereits ihre Koffer packen könnten. Umso spannender war das Testing auch für uns. Im folgenden Testbericht haben wir Cubase 6 für Dich unter die Lupe genommen!

Die Installation
Alles in allem ist diese sehr problemlos verlaufen. Es öffnet sich ein Start Center Fenster, in dem Du zunächst die Sprache auswählen kannst. Von dort an gelangst Du in einen Step-by-Step Installationsprozess, der insgesamt 6,21GB auf Deinem Computer beansprucht. Die Installation erfordert für das Volumen nur relativ wenig Zeit und Du wirst durch jeden Schritt geführt.

Quelle - www.steinberg.net/de/

Optik
Erster Eindruck des User Interfaces ist vor allem übersichtlich – geordnet, große Buttons, wenig Verzierung und weniger Farbe. Die Optik unterscheidet sich nicht dramatisch von Cubase 5, beinhaltet jedoch einige Neuerungen, z.B. die Erweiterung des Inspectors. Die Einfärbung des Inspectors ist anders, in der EQ Sektion siehst Du nun die EQ-Kurve und kannst diese direkt manuell verändern. Die Quick Control Sektion wurde erweitert um einige Buttons, wobei die Funktion „Quick Controls für Plugins abrufen“ uns besonders begeistert. Damit hast Du stets alle wichtigen Funktionen des jeweiligen Plugins im Hauptfenster, ohne jedes Mal das Plugin Interface öffnen zu müssen. Natürlich können Controls auch per MIDI-Learn Befehl zugewiesen werden. Ein weiterer neuer Bereich im Inspector ist Note Expression, wobei wir uns damit später umfassender beschäftigen.
Der Mixer ist auch sehr einheitlich grau gefärbt. Was etwas stört an der Optik im Mixer ist die gleiche Farbe der Groups wie die restlichen Tracks. Das kann am Anfang etwas verwirrend sein, aber auch daran wird sich das Auge gewöhnen können.
Im Key Editor ist nun auch ein Inspector integriert, der u.a. die Quantisierungsfunktionen beinhaltet, die Du bis jetzt nur über das Menü abrufen konntest. Auch Transponieren und Notenlängen können nun über den Inspector verändert werden.
Schauen wir uns nun mal die neuen Highlights an…

Amp Rack

Quelle - www.steinberg.net/de/

Effekte und Plugins
Neu unter den Cubase 6 Effekten ist u.a der DeEsser. Hier wird sich der eine oder andere Cubase 5 User ärgern, denn mit dem neuen DeEsser wurde der alte SPL DeEsser entfernt, was sich natürlich auf alte Projekte auswirken wird. Jedoch heißt das keineswegs dass der neue schlechter ist als der alte DeEsser. Sowohl auf einer männlichen als auch einer weiblichen Vocalspur leistete der neue DeEsser einen sehr guten Job.

Ein neues Deluxe-Feature ist das Amp Rack Plugin. Effekte, Amps, Cabinets, Mikrofone und Master können hier frei kombiniert werden. Besonders fein ist auch, dass das Mikrofon in verschiedenen Distanzen positioniert werden kann. Du musst weder Gitarrist, noch Amp-Spezialist sein, um mit Amp Rack umzugehen. Super klingen sterile Keyboard Sounds, nachdem sie durch einen warm klingenden British Custom gejagt werden und das Mikrofon entfernt von dem virtuellen Amp positioniert wird.
Statt HALion One gibt es nun HALion Sonic SE, wobei auch HALion One nochmal zusätzlich dazu installiert werden kann. Doch mit VST Expression 2 musste auch der Sampler in Cubase mitwachsen. Ganze 900 Preset-Sounds stehen Dir zu Verfügung, doch die Anzahl der Expression-kompatiblen Sounds hält sich noch in Grenzen. HALion Sonic SE hat eine eigene MIDI-, Effects- und Mix-Einheit, wodurch vielfältige Soundeinstellungen innerhalb des Samplers getroffen werden können.
Auch Loopmash erlebt einen Aufschwung mit der zweiten Generation. Neu ist der Adapt Mode, mit dem eingestellt werden kann, nach welchen Parametern sich die Loops aufeinander anpassen (Volumen, Spectrum, Envelop, Spec&Env). Außerdem hast Du nun in Echtzeit Zugriff auf die einzelnen Abspielparameter. Der Spaß am Loop-Experimenting hat sich mit Loopmash 2 noch einmal gesteigert.

Group Editing

Quelle - www.steinberg.net/de/

Editing
Was die Comping Funktion betrifft, hat sich Cubase 6 eine Scheibe von Logic abgeschnitten. Besonders schnell und klickfrei lässt sich aus mehreren Unterspuren in einer Hauptspur ein perfekter Take zusammenfügen. Das ganze geschieht sehr unkompliziert mit wenigen Klicks, etwas Geschnippel und Dragging. Das Ergebnis ist erfreulich und der geringe Zeitaufwand noch mehr.
Spannend ist natürlich die neue Group Editing Funktion, die sich besonders für Schlagzeugaufnahmen eignet. Als Versuch haben wir ein auf Klick aufgenommenes Schlagzeugset mit Hitpoints versehen und daraufhin als Group bearbeitet. In Cubase 6 können nun auch Audio-Spuren quantisiert werden. Du wählst eine Hauptspur zur Quantisierung der restlichen Spuren aus. Wir sprechen hier natürlich nicht über eiernde von absoluten Anfängern eingespielte Beats. Doch eine auf Click eingespielte Schlagzeugaufnahme, die hin und wieder einige Ungenauigkeiten enthält, lies sich mit dieser Funktion bestens als Gruppe bearbeiten.
Und zuletzt haben wir Elastic Pro ausprobiert, ein neues Tool, mit dem Du das Tempo eines Tracks verändern kannst ohne großen Verlust von Audioqualität. Wir waren erstaunt über die Resultate bei einer Vocalaufnahme. Wir haben die Bpm-Anzahl dreimal verringert, und zwar um 5, 20 und 40bpm. Wir haben selber nicht so recht verstanden, wie dieser Algorithmus es schafft die Qualität der Vocals so weit zu erhalten.

Note Expression 2

Quelle - www.steinberg.net/de/

Note Expression 2
Auf dieses Testing haben wir uns besonders gefreut. Mit Note Expression 2 kannst Du Controller-Werte für individuelle Noten bestimmen, z.B. nur für die oberste Note eines Akkords. Dabei können Dynamikkurven und verschiedene dem Instrument entsprechende Expressions per Hand eingezeichnet werden.
Wir haben es mit Streicherp arts ausprobiert, die oberen Geiger mit einem Crescendo versehen, während die tiefere Sektion akzentuiert in leicht variierender Piano-Lautstärke durchspielte. Das hat schon einiges an dem Ausdruck der Streicher verändert und Bewegung in das Arrangement gebracht. Problem bei der ganzen Idee ist jedoch, dass es nur sehr wenige Instrumente gibt, die Note Expression 2 kompatibel sind (nur in Cubase 6 und insgesamt 33 Instrumente). Natürlich braucht es seine Zeit, dass andere Sound- und Plugin-Anbieter sich dieser Technologie anpassen, deshalb ist Note Expression 2 eher noch ein Investment in die Zukunft. Sobald jedoch die Kompatibilität steigt, wird Note Expression 2 eine wahre Revolution für alle Orchestral-Arrangeure und Sounddesigner sein.

Fazit
Dieses Testing hat sich nur auf bestimmte Funktionen von Cubase 6 begrenzt aber wir hoffen, dass wir Dir hiermit einen Einblick verleihen konnten. Insgesamt waren wir sehr begeistert von Cubase 6. Außer ein paar ästhetische Faktoren, dem noch nicht verbreiteten Einsatzgebiet von Note Expression 2 und dem Wegfallen des alten DeEssers war Cubase 6 voller positiver Überraschunen. Cubase 6 ist reich an neuen Funktionen und ermöglicht einen unglaublich schnellen Workflow, mit wenig Klicks und wenig aufwendiger Suche nach Funktionen. In punkto Drums- und Vocals-Bearbeitung ist Cubase 6 nun einer der Vorreiter. Das Update wird für einen fairen Preis für alle Cubase 4 und 5 User angeboten. Dankeschön Steinberg, uns hat’s Spaß gemacht!

Bilder: www.steinberg.net/de/

22.12.2010 von Patricia

Die Online Music Makers

Noch gestern waren Audio- und MIDI- Sequencer wie Ableton Live, Logic Pro, Cubase und Pro Tools der neueste musiktechnologische Stand. Mit Deinem eigenen Laptop immer und überall Musik machen zu können – ein Muss für jeden Musiker. Heute brauchst Du nicht mal mehr Deinen eigenen Laptop. Mit den browser- basierten Sequencern wurde die ortsunabhängigste und unpersönlichste Form des Musikschaffens entwickelt. Wieviel sie taugt? Darüber lässt sich diskutieren. Macht sie Spaß? Ja!


Der Pop Music Maker
UJAM ist einer der neuesten Erfindungen in der Kategorie der Online Sequencer. Eine kleine melodische Idee reicht um mit UJAM zu beginnen. Singe, pfeife oder spiele sie in das Mikrofon Deines Computers und UJAM programmiert automatisch die passenden Backing Tracks für Dich. UJAM ist mit zahlreichen Instrumental-Loops nach Genres ausgestattet, deren Melodie und Sounds Du auch selber bearbeiten und kombinieren kannst. Mit UJAM kann somit jeder qualitativ relativ hochwertige Tracks zusammenstellen, ohne wirklich etwas von Musikproduktion zu verstehen.

Die Electro Music Maker

Für Soundtüftler hat das Netz bereits einige Online Musikprogramme zu bieten. Besonders spaßig ist Audiotool, ein virtueller Sequencer für Eigenkreationen und Remixes der Tracks anderer User. Audiotool ist mit seinen virtuellen Vintage Drum Machines, Synthesizern, Effekt-Pedalen und Mixern besonders intuitiv gestaltet. Diese kann man per Mausklick miteinander verkabeln, während die Noteneingabe ganz einfach innerhalb der Spuren stattfindet. Interessant ist auch ein Mini-Reaktor namens Patchwork von Peter van der Noordt, wobei Du dafür etwas über modulare Klangsynthese informiert sein solltest. Das Projekt steht noch am Anfang aber wird sich sicherlich in Zukunft um einige Module erweitern. Auch die Homepage des 5 Gums Herstellers featuret einen browserbasierten Music Generator, der in drei kreisförmige Sektionen, Melodie, Drums und Bass, unterteilt ist.

Der Klassik Music Maker
Wer behauptet, dass man aus klassischer Musik keine coolen Remixes machen kann? Die Homepage von Philharmonia Orchestra „The Sound Exchange“ beweist auf jeden Fall das Gegenteil. Auf dem Online Sequencer kannst Du zahlreiche orchestrale Stücke mixen und Dein Werk am Ende speichern. Außerdem bietet das Philharmonia Orchestra eine riesige kostenlose Library von Instrument Samples, die Du mit jedem Sampler öffnen kannst.

Was sagen wir dazu?

Browserbasierte Sequencer haben viele Vorteile. Du kannst Ideen festhalten und produzieren egal wo Du bist und in den meisten Fällen unabhängig davon, ob Du etwas von Musikproduktion verstehst. Gerade UJAM kann junge Sänger ermutigen endlich eigenen Song-Ideen eine Form zu geben. Online Sequencer sind auch eine gute Einführung in die Anwendung von Audio- und MIDI- Software Sequencern. Klar ist jedoch, dass ein browser-basierter Sequencer einem Software Audio- und MIDI Sequencer wie Cubase oder Logic Pro nicht das Wasser reichen kann – zu wenige Sounds, Spuren, Funktionen und vor allem, Speicherfunktionen. Toll wäre es, wenn man eines Tages die MIDI-Daten der eigenen Online-Produktionen speichern könnte, um das Projekt dann in der eigenen Sequencer Software zu öffnen und die Sounds zu ersetzen. Anfänger seien dazu ermutigt sich mal an Online Sequencern auszuprobieren und Profis, die das Prinzip wahrscheinlich eher belächeln, sei gesagt, dass Online Sequencer ein gutes Mittel sind, um schnell mal Ideen zu skizzieren, bevor man sie komplett vergisst. Oder einfach nur um Spaß zu haben.

11.11.2010 von Arik

Testbericht – Native Instruments KOMPLETE 7 Elements

native-instruments-komplete-7-elements1
KOMPLETE 7 Elements aus dem Hause Native Instruments ist der „kleine“ Bruder der KOMPLETE 7 Serie mit 12GB Sound Library und 4 NI Flaggschiff Instrumenten (Kontakt 4, Kore 2, Guitar Rig 4, Reaktor 5). Arik ist Schüler und ist leidenschaftlicher Produzent. Deshalb hat er KOMPLETE 7 Elements für Unimall getestet und einen Testbericht geschrieben!

Installation, Einbindung und Workflow

Die Installation von KOMPLETE 7 Elements auf dem Mac läuft sehr ruhig und unproblematisch ab.

TIPP: Wer bereits KONTAKT 4.0.1 auf dem Computer installiert hat und keinen Datenmüll erzeugen möchte, sollte trotzdem die Kontakt Selection Libary installieren, da dort die Abbey Road Drums gespeichert sind. Den Rest einfach später löschen!
Außerdem sollte man vorher gucken ob man alle Plugin-Formate braucht, (z.B. für einen Steinberg Cubase Nutzer reicht VST. RTAS und AU sind überflüssig).

Die Einbindung in die DAW erfolgt nahtlos und auch als Standalone funktioniert alles einwandfrei.
Jedes der vier Programme kannst Du gewissermaßen an Deinen Workflow angleichen, das eine mehr das andere weniger.
Bevor ich jetzt einzeln auf Kontakt 4, Reaktor 5, Kore Player, Guitar Rig 4 und auf die Sound Libraries eingehe, möchte ich noch erwähnen, dass jedes der vier Plugins sehr authentische und qualitativ hochwertige und vielfältige Sounds beinhaltet, sodass dieses preisgünstige Bundle wirklich das Spektrum KOMPLETE macht.

KONTAKT 4 – Ein Muss für jede Band oder jedes Soloprojekt

Wer kennt das nicht? Man hat eine Band/Soloprojekt und fragt sich wo man denn kostengünstig ein Schlagzeug oder eine akustische Gitarre aufnehmen kann, wenn man mehr als Proberaumqualität erzielen will, (und das solltest Du, wenn Du deine Stücke verkaufen oder gar Partnern
präsentieren willst). KONTAKT liefert Dir die Lösung. Wer einmal angefangen hat mit den Abbey Road Drums, Nylon Guitars, Violinen und Flöten herum zu experimentieren, wird schnell sehen, dass
man sehr viel Zeit spart, wenn man seine Stücke mit den Samples einspielt und trotzdem höchste
Qualität erzielt. Selbst wenn Du deine Hauptinstrumente selber einspielst, liefert Dir die Libary
hunderte von Sounds um Deinen Song aufzupeppen und von der groben Masse abzuheben.
Sortiert in Gruppen wie z.B. Band, World, Vintage, Synth, Urban Beats, etc. findest Du schnellstens was du haben möchtest. Die Kontakt Selection Libary bietet Dir die grundlegenden Sounds für Deine Produktionen.

Reaktor 5 – Filmvertoner aufgepasst!

Auf den ersten Blick erscheint einem die Libary von Reaktor 5 sehr reduziert. Beim zweiten hinschauen
erkennt man dann, was sich wirklich alles in diesem Powerpaket versteckt. Wer Stimmung erzeugen will,
Zeit und Lust hat den ganz eigenen, persönlichen computererzeugten Sound zu entwickeln, ist hier ganz richtig. Aber auch Gitarren, Strings und Flöten sind hier zu finden. Ein Pool mit Möglichkeiten
und dutzende Regler und Knöpfe. Von Hintergrundgeräuschen, Stimmungserzeugern bis hin zu realen
Instrumenten wirst Du bei Reaktor alles finden. Nicht zu vergessen sind auch die tollen grafischen Abbildungen des Programms, welche sehr beeindruckend sind und es Dir ermöglichen leichten Zugang in das Audiomaterial zu finden.

Kore Player – Alles zusammen

Der Kore Player wurde für die erfunden, die keine Lust haben viele Plugins erst zu öffnen und sich durch die Sounds arbeiten zu müssen. In einem Satz gesagt, Kore Player
nimmt sich aus vielen Deiner NATIVE INSTRUMENTS Programme die Libraries und packt sie alle
in den Kore Player.
Dort hast du mehrere Möglichkeiten Deine Geräusche nach Kriterien zu sortieren, sie schnell abzurufen und mit Ihnen zu arbeiten. Dabei bleibt alles relativ übersichtlich. Außerdem bekommst Du noch eine ganz eigene Liste Deiner NI Effekte in einem zusätzlichen Fenster.
Sehr praktisch am Kore Player ist übrings auch, dass er Dir gleich mehrere Regler gibt, an denen du den Sound verändern kannst, acht Effekt-Presets, einen Master Regler und eine Learn Funktion.

Guitar Rig 4 – Mehr als nur für Gitarristen

Hier schließt sich der Kreis. Als letztes Plugin setzt NATIVE INSTRUMENTS auf die vierte Version
von Guitar Rig, welche meiner Meinung nach den Namen Allround Rig verdient hätte. Denn dieses einzige Programm gibt Dir hunderte Presets für Gitarren, Stimme, Mix, Remix, Bass, Songs, etc.. Verschiedenste
Kompressoren, Equalizer, Reverbs, Distortions, Filter, Cabinets, Special Effects, Dynamics und
noch sehr, sehr viele mehr. Wirklich ein riesiges Paket an Lösungen für jede Situation. Das Ganze
natürlich in der von NI gewohnten, hochwertigen Qualität und abgerundet mit tollen Designs.
Auch hier kann man wie bei allen Programmen der KOMPLETE Elements Reihe Vorlagen speichern,
den Workflow verändern und alles anpassen um die höchste Produktivität zu erzielen.
Wer einmal angefangen hat, seinen Mix mit den von Guitar Rig gegebenen Effekten zu versehen, wird
schnell andere vergessen.

Kore Player Libraries – Best of Absynth, Massive, Compilation Vol. 1 und Kore Player Sounds

Best of Absynth bietet Dir Stimmung. Mit diesem Plugin bringst Du deinen Song in eine ganz klare emotionale Richtung. Absynth bietet Dir die Grundlage für Spannungsaufbau und Verdeutlichung des musikalischen Moments. Dabei ist aber zu bemerken, dass Absynth in keiner Weise Reaktor 5 kopiert, beide Programme haben Ihren eigenen innovativen Sound.

Die Best of Massive Geräusche sind klar elektronischer Herkunft, bieten Dir aber eine Reihe mehr als nur Synth Lead, Pad oder Misc Dir bieten kann. Best of Massive verbindet eine gewisse Stimmung aus Absynth mit elektronischen Samples und einem ganz eigenen Sound. Genau an dieser Stelle merkt man wieder, wie NI auf hochproduzierte und bis ins Endstadium durchdachte Produkte Wert legt.

Compilation Vol. 1 ist ein Mix aus Massive, Absynth und noch vielen anderen Libraries, welche ebenfalls auf elektronischen Sounds basieren. Eine gute COMPILATION von Geräuschen. All diese Libraries findest Du im Kore Player, welcher natürlich selber auch noch viele Sounds beinhaltet.

Ein Netzwerk aus Instrumenten, Effekten und Möglichkeiten

Der oben verfasste Testbericht entspricht nur einem Segment der Möglichkeiten, die Dir NATIVE INSTRUMENTS mit KOMPLETE 7 Elements bietet. Ich kann mit ruhigem Gewissen sagen, dass dieses Paket wirklich KOMPLETE und für den Preis unschlagbar ist.
Du findest bei den Instrumenten und Effekten nichts, was es nicht gibt oder was Du nicht erstellen kannst.
Für jeden und jede Branche sind die Funktionen gegeben, um höchst produktiv fungieren und arbeiten zu können.