07.04.2015 von Patricia

Die Yik Yak-App in der Kritik

Die Idee für die Yik Yak-App klingt wie die Möglichkeit für freie Meinungsäußerung ohne Angeben des Kommentators – also wie eine ziemlich gute Idee. Leider ist dieses Konzept nicht aufgegangenen. Anstatt für Meinungsaustausch wird die Plattform für Mobbing und die Verbreitung von Lügen über Kommilitonen genutzt. Beim Kickoff der ‚Thinc Week‘, einer Unternehmensmesse an der University of Georgia (UGA) vergangenen Freitag, mussten sich die Schöpfer der App gegen Kritik verteidigen.

Grundgedanke – free speach

Yik Yak, ist eine App die GPS und Instant Messaging kombiniert und damit Menschen in einer Entfernung von bis zu 2,5 Kilometern vernetzt. Das entspricht ungefähr der Größe eines Campus und eröffnet den Nutzern die Möglichkeit im Umkreis dieser Reichweite Kommentare zu empfangen und abzugeben. Das Besondere an der App ist, dass die Nutzer dabei anonym bleiben.

Die Anonymität aller Vernetzten sollte dafür sorgen, dass jeder Kommentar als gleichwertig angesehen und jede Meinung respektiert und gehört wird. Die Gründer von Yik Yak, Tyler Droll und Brooks Buffington, sagten über ihr Konzept: „Wir wollten das alle auf dem Campus ihre Meinung mitteilen können, egal wer und wo. Somit wird nur der Inhalt bewertet und nicht wer etwas gesagt hat.“

Mobbing in Anonymität 

Leider sah die Zukunft von Yik Yak ganz anders aus. Studenten nutzten die App, um Kommilitonen zu denunzieren, zu beleidigen und Lügen über sie zu verbreiten. Auch Gewalttaten gegen Mitstudenten wurden über diese App verbreitet. Konsequenzen mussten die Mobber dafür nicht fürchten, denn in der App sind die Anwender anonym. All das führte dazu, dass diese App an einengen Universitäten verboten wurde.

Die Yik Yak-Gründer versuchen nun mit allen Mitteln gegen diese Form der Nutzung vorzugehen. Ein Student der UGA wurde bereits für seine Posts verhaftet. Die App beinhaltet nun auch einen Algorithmus, der diskriminierende Kommentare erkennen und blockieren soll. Dass ihre Idee des freien Kommentierens dazu geführt hat, dass Studenten gemobbt und mit Hasstiraden konfrontiert wurden, war das komplette Gegenteil dessen, was sie erreichen wollten, so die Gründer. Sie kündigten an, die Anwendung weiter zu verbessern, um Mobbing-Vorfälle in Zukunft auszuschließen. Yik Yak existiert bereits seit 2013 und ist an 59 Colleges in 34 U.S.-Staaten verfügbar.

Bildnachweis: tpsdave @pixabay.com

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